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Was genau ist eigentlich windsurfen und wie macht man es?

Im Windsurfen (früher auch Brettsegeln, Segelsurfen oder Stehsegeln genannt) benutzt man ein Surfbrett, an dem ein Segel als Fortbewegungshilfe montiert ist. Das Segel ist dreh-kipp, und man kann damit sehr viele spektakuläre Manöver und Tricks ausführen. Anfang der 60er Jahre entwickelte man in den USA Brettsegeln als neue Sportart, die dann auch als Trendsportart weltweit endgültig etabliert wurde.

Hier findet ihr alle FAQ zum Thema

In unseren FAQ zum Thema/Hobby windsurfen geht es um alle Fragen von den Anfängen des windsurfen bis hin zum modernen windsurfen.

Wie und warum hat sich das windsurfen entwickelt?

Der Sport Windsurfen ist die Kombination aus Surfen und Segeln. Anstatt sich das stressige Paddeln z. B. im Gegenstrom anzustrengen, kann man Surfen. Im November 1964 patentierte Newman Darby sein Darby Sailboard und veröffentlichte in dem Magazin Popular Science, das 1,5 Mio. Exemplare in den USA gedruckt wurde, eine bebilderte Anleitung, wie man sich sein Segelboard selber bauen kann. Darby verwendete dabei einen Segel-„Drachen“, mit einem Mast, der beweglich mit dem Surfboard verbunden war und im mit einem Stab horizontal gehaltenen Segel. Newman Darby baute außerdem viele weitere Sailboards und es gibt Filme von seinen Testfahrten.

Um das mühsame Paddeln beim Surfen zu vermeiden, kam der Amerikaner Jim Drake, ein Ingenieur beim US-Verteidigungsministerium, auf die Idee, ein Segel an ein Surfboard zu befestigen. Bezüglich des Segels beschrieb er das Konstruktionsprinzip eines Windsurfers mit „einem Paar gebogener Booms, die quer zum Segel verlaufen und das Segel wie eine Gaffel halten.“ Hoyle Schretzman, ein Freund von Jim, finanzierte das Projekt, und 1968 erhielten er und Jim ein Patent in den USA, im Vereinigten Königreich und in Deutschland. Am 21. Mai 1967 startete Drake den ersten Windsurfer namens „Old Yeller“ in Jamaica Bay, New York. Zuvor hatte ein Engländer namens Peter Chilvers mit der Idee eines Surfboards mit einem Segel gespielt, aber Drake integrierte die entscheidende Idee, eine Gaffel zu verwenden, um das Segel zu halten, sowie moderne Materialien für das Board, den Mast und das Segel. Das Patent für das windbetriebene Fahrzeug wurde Drake am 6. Januar 1970 (US-Patent Nr. 3487800) gewährt.

Als er das wirtschaftliche Potenzial des Konzepts Windsurfen erkannte, konzentrierte sich Hoyle Schweitzer auf dessen Geschäftsentwicklung. Er und seine Frau Diana gründeten Windsurfing International, Inc. und 1973 erwarb er von Drake dessen Anteil an den Patentrechten.

Ein Jahr nachdem Windsurfen zu einer olympischen Sportart wurde, zur Überraschung aller, geschah dies mit dem deutschen Windglider, und das Patent dafür lief ab.

In Europa mussten die Patente in einem Vertragsbruchverfahren am Münchener Patentgericht durchgesetzt werden. Ursprünglich hatten Schweitzer und Drake das Kugelgelenk der Mastbasis und der Rigg (die Einheit, die aus Segel, Mast, Mastbasis und Boom besteht) patentiert. Das Gericht erkannte jedoch die frühere Erfindung von Newman im Fall an, der sein Segel bereits so bewegt hatte, dass es mit dem Board verbunden werden konnte, und ließ Schweitzer nur mit dem Boom als Patentinhalt zurück, da der Boom eine wesentliche Verbesserung gegenüber dem kindlichen Drapesegel von Darby darstellte, der nur einen einzelnen unterstützenden Spi (oben) als Mast hatte. Das Patent auf den Boom reichte jedoch aus, damit er in praktisch allen patentgeschützten Märkten Lizenzgebühren einnehmen konnte.

Lassen Sie uns die Beiträge von vier Personen zusammenfassen, die an der Entwicklung des Sports beteiligt waren. Newman Darby war der Erfinder des Sports, Jim Drake erfand das Segel und Hoyle Schweitzer machte Windsurfen wirtschaftlich erfolgreich und zu einem Spektakel. Abgesehen von den Amerikanern hatte auch der Deutsche Fred Ostermann ein Board, den Windglider, das den Markt in Europa und später weltweit dominierte. Der Windglider wurde das erste und einzige Board, das für die ersten olympischen Windsurf-Wettbewerbe bei den Olympischen Spielen 1984 in Los Angeles verwendet wurde. Fred Ostermann ist auch der Erfinder des Tandem-Surfens.

Wie war die Weiterentwicklung?

In den folgenden Jahren fand eine rasche Verbreitung des neuen Sports statt, begleitet von neuen Materialien und Innovationen. Bedeutende Meilensteine wurden von Windsurfing Hawaii in den Jahren 1976-1977 mit der Schaffung des Trapezes zur Entlastung der Hände, Fußschlaufen für eine bessere Fixierung auf dem Brett, leichten und agilen Boards, die Sprünge ermöglichten, und einem kürzeren Gabelbaum erreicht. Parallel zu diesen Funboard-Aktivitäten in Hawaii bildete sich in Europa in den späten 1970er und frühen 1980er Jahren eine wachsende Gemeinschaft von Longboard-Enthusiasten. Die Mitte der 1980er Jahre in Europa waren die Jahre, in denen der erste richtige Windsurf-Boom stattfand. Das Windglider-Board von Fred Ostermann (der später 1984 olympisches Gold gewann) und das Mistral Competition Board (eines der meistverkauften Surfboards mit 270.000 Einheiten) gehörten zu den Hauptakteuren dieses Phänomens. Rund 2,8 Millionen Menschen in Europa surften, sodass die Mutter aller Trendsportarten geboren wurde.

Windsurfen umgab ein Image von Freiheit und der Verbundenheit zur Natur. Um das Windsurfen und seine Idole gab es in den 80ern und bis Mitte der 90er Jahre einen regelrechten Kult. Der Surfertyp wurde mit schönen Frauen, eigener Mode und eigener Lebensauffassung assoziiert. Der Boom um diese Trendsportart wurde in der ganzen Welt sehr gut vermarktet. Eigene Zeitschriften wie „Surf“ und „Stehsegelrevue“ distribuierten im deutschsprachigen Raum die neuesten Trends und Infos.

Warum erfolgte ein Umstieg auf kurze Windsurfing Boards?

David H pulley veröffentlichte ein Video Die goldene Ära des Surfens war kurzlebig. Eine einseitige Berichterstattung in den Fachzeitschriften, die die Shortboard-Szene (auch als Funboard bekannt) abdeckten, dominierte die Berichterstattung der 90er Jahre und zusammen mit dem Hype um die Schilder aus Hawaii nach Europa sah 1982 den ersten deutschen Windsurfing-Profi, Jürgen Hönscheid. Dieses überbewertete Shortboard-Surfen schürte die Frustration der Longboarder auf dem europäischen Kontinent. Wenige wollten während der dominierenden Konkurrenzzeit der erstaunlich großen Wellen und mehrfachen Board-Pässe als „Stand-Up“-Surfer (d. h. auf einem Longboard surfen) etikettiert werden; die Sprünge waren das am meisten angestrebte Manöver im Sport. Auf der anderen Seite waren die Shortboard-Funboards (wie der Name schon sagt) schnell und wendig, benötigten aber tatsächlich ein Riff (Shortboard-Surfer), das die meisten Surfer nicht vor ihrer Haustür hatten. Bei der Windsurf-Weltmeisterschaft 1986 in Deutschland wurden 180.000 Surfboards verkauft. Diese Zahl ist bis heute gleich geblieben. Noch einmal wurden 2005 nur 9.000 Surfboards im selben Land verkauft. Zu dieser Zeit lernten 40.000 bis 50.000 Menschen Windsurfen, wie die Anzahl der Lizenzen ergab, die vom VDWS (Vereinigung Deutscher Windsurfschulen) vergeben wurden. Der grundlegende Unterschied zu den 1980er Jahren war, dass fast alle Neulinge aktive Teilnehmer blieben, während heute 95 % der Anfänger nach Erhalt ihres „Windsurf-Grundscheins“ mit dem Sport aufhören. Dies hat man in keinem anderen Sport gehört.

Darüber hinaus zeigt der aktuelle Trend im windsurfen, dass nur sehr wenige Windsurfer einen Surfkurs belegen; die meisten Windsurfer lernen den Sport im Freundeskreis. Dies liegt wahrscheinlich daran, dass Surf-Lizenzen nicht mehr häufig erforderlich sind.

Kritiker sehen dies als ein Zeichen für die Branche, ihr Marketing für die Massen zu überdenken und Surfboards zu entwerfen, die den Massen helfen, aktiv im Sport zu werden. Der Handel und die Hersteller entgegnen, dass Einsteigersurfbretter erhältlich sind, aber sie einfach nicht verkauft werden, weil jeder Sportler so schnell wie möglich auf kürzere, leichtere und wendigere Boards umsteigen möchte. Diese Boards sind jedoch viel schwieriger zu handhaben als die älteren Longboards, und es dauert viel länger, sie zu lernen, und die allgemeinen Fitnessanforderungen sind erheblich höher, um wirklich surfen zu können. Außerdem ist mehr Wind erforderlich, um das volle Potenzial des Shortboards auszuschöpfen. All dies hat zu einer wachsenden Anzahl von weniger sportlichen und weniger geduldigen Windsurfern geführt, die den Sport aufgeben.

Gleichzeitig verdankt der Sport dem Funboard ein erstaunliches und völlig neues Niveau der Akrobatik sowie neue Fahrtechniken, wie das faszinierende „Gleiten“ und die Fähigkeit, die Welle zu meistern.

Was ist die Höchstgeschwindigkeit beim Surfen? 

Die meisten Surfboards erreichen auf Connery im Schnitt 30 bis 45 km/h. Rekordzeiten, die 90 km/h erreichen, sind nur mit spezifischen, ca. 25 cm breiten Surfbrettern (Speed Needles) bei Sturm und sehr glatten Wasseroberflächen möglich. Die meisten Weltrekorde im Shorttrack Surfing finden auf sniper-optimierten und somit Wellen freien Wasser-gefüllten Kanälen im französischen Camargue, Saintes-Maries-de-la-Mer, statt. Hier wurde ein 1100 x 15 m Kanal (French Trench) gebaut, damit bei hohen Windgeschwindigkeiten, die Geschwindigkeit reduzierende Wellenbildung auf dem Wasser fast vollständig verhindert wird. 

Der absolute Rekord wurde auf 49,09 Knoten (90,92 km/h) vom Franzosen Antoine Albeau am 6. 03. 2008 gehalten. 2004 stellte im Okt. der Ire Finian Maynard den Weltrekord im windbetriebene Segelfahrzeuge über 500 m, von Trimaran Yellow Pages Endeavour zu den Windsurfern. Am 10. 04. 2005 verbesserte er seinen Rekord auf 48,7 Knoten (90,19 km/h), dies wurde am 11. 04. 2005 vom World Sailing Speed Record Council anerkannt. 

Finian Maynard hielt auch den Weltrekord für segelbetriebene Wasserfahrzeuge für eine nautische Meile (1852 m) mit einer Zeit von 39,97 Knoten ab dem 15. Oktober. Am 31. Oktober 2006 holte der vorherige Rekordhalter, Bjorn Dunkerbeck, den Titel mit 41,14 Knoten zurück. Am 24. April 2007 brachte der Trimaran L'Hydroptère den Rekord mit 41,69 Knoten pro nautische Meile zurück zu den Seefahrern.

Vom 28. Oktober 2010 bis zum 16. November 2012 war der neue Weltrekordhalter der Kitesurfer Rob Douglas (USA) bei der Lüderitz Speed Challenge (Namibia) mit 55,65 Knoten (103,06 km/h). Paul Larson nahm jedoch den Geschwindigkeitsrekord zurück zu den Seglern und erreichte 63 Knoten (116,68 km/h) mit dem Vestas Sailrocket 2 und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 59,23 Knoten (109,69 km/h) über eine Distanz von 500 m. 10 Tage später brach Paul Larson erneut seinen eigenen Rekord mit 65,45 Knoten (121,21 km/h) über 500 m.

Im November 2012 brach der französische Windsurfer Antoine Albeau den Weltrekord im Windsurfen auf 500 Metern. Er erreichte die Geschwindigkeit von 52,05 Knoten (96,39 km/h) im Lüderitz-Kanal in Namibia. Er stellte den Rekord an der Lüderitz Speed Challenge auf. Zara Davis, die britische Windsurferin, stellte ebenfalls einen Rekord auf. Sie wurde die weibliche Windsurf-Weltrekordhalterin mit 45,83 Knoten (84,87 km/h). 2015 verbesserte Albeau seinen Rekord auf 53,27 Knoten (98,66 km/h). Bei den Damenrekorden erreichte Karin Jaggi 46,31 Knoten (85,77 km/h). Im November 2021 wurde der Weltrekord im Lüderitz-Kanal (gemessen für 2 Sekunden) von Björn Dunkerbeck auf 55,98 Knoten (103,67 km/h) erhöht.

Welche andere Windsport-Arten entstanden zusätzlich?

Kitesurfen hat sich aus Windsurfen und Wakeboarding entwickelt. Kitesurfen wird in Mitteleuropa seit 2001 praktiziert. In den USA wurde es um 1995 erfunden. Der Kitesurfer hat anstelle des Segels einen großen Lenkdrachen. Die Bretter der Kitesurfer, die "Kiteboards" genannt werden, sind kleiner und besitzen weniger Auftrieb als die Wakeboards. Windsurfing und Kitesurfing haben sich auch miteinander verbunden, um Wingsurfen zu kreieren. Beim Wingsurfen hält man einen aufblasbaren Flügel in die Höhe und in den Wind.

Wie ist das Windsurfing heute?

Im neuen Jahrtausend hat der Medienhype rund um den Sport abgenommen. Auf der einen Seite haben Kitesurfer die Surfer in Bezug auf das Publikum überholt, während auf der anderen Seite das Windsurfen keinen attraktiven Sport für Zuschauer darstellt. Die Abhängigkeit von Wind und Wetter machte Live-Übertragungen im TV sehr schwierig zu planen, und vor Ort an den Stränden verpassten die Zuschauer oft viel von dem, was dort auf dem Wasser geschah. Darüber hinaus ist Windsurfen einer der schwierigsten Sportarten zu lernen, was die Anzahl der Teilnehmer begrenzt und auch verhindert, dass die Aktivität zu einem Massensport wird. Ein einfaches Hobby zum Einstieg. Windsurfen erfordert bedeutende Zeit und Mühe, um zu lernen, insbesondere das Beherrschen moderner Surfboards, was eine ganz andere Herausforderung darstellt im Vergleich zu den viel einfacher zu erlernenden Schulbrettern.

Windsurfen ist zu einem Sport für die Massen geworden und ist besonders ein Sport für Spaß. Communities haben sich an Surfspots über alle Berufe und Altersgruppen gebildet - von 10-jährigen Schülern bis zu 75-jährigen Rentnern. Es ist jedoch bemerkenswert, dass etwa 90 Prozent der Teilnehmer beim windsurfen Männer sind.

In Deutschland gründete Peter Raatz 1972 den ältesten Verein für Windsurfen der Welt (WSeV Berlin) [6]. Dieser Verein etablierte Windsurfen als Segeldisziplin im Wettkampfsport. Der Verein hatte den deutschen Teilnehmer an den Olympischen Sommerspielen 1984 und 1988.

Die Professional Windsurfers Association war 2011 Pionier bei Live-Rankings und Live-Kommentaren für World Tour-Events. Strand- und Online-Zuschauer können besser verfolgen, was auf dem Wasser passiert. In den letzten Jahren wurden bei den World Tour-Events auch Drohnen mit Kameras eingesetzt, die im Internet-Stream live verfolgt werden können.

Welche Materialien und zusätzliche Ausrüstung gibt es?

Das Windsurf Board

Das sportliche Gerät beim windsurfen besteht aus einem stromlinienförmigen schwimmenden Körper, dem Surfbrett, dessen Volumen basierend auf dem Können und Gewicht des Sportlers bestimmt wird. Da kleinere Bretter weniger kippstabil sind, während solche mit mehr Volumen weniger manövrierfähig sind, liegt das Volumen von Surfboards normalerweise zwischen 65 und etwa 225 Litern und wird je nach Zweck ausgewählt. Die Brettlängen liegen zwischen 2,20 und 2,80 Metern, mit einer Breite von 48 bis 101 cm. Zum Lernen werden Windsurfboards mit viel Volumen und daher großer Kippstabilität verwendet.

Die Varianten in Form und Design der Bretter im windsurfen haben seit 1975 dramatisch zugenommen – viele Formen wurden für nahezu jeden erdenklichen Zweck entworfen. Bis zur Mitte der 80er Jahre gehörten in den USA die beliebtesten Modelle zu den Defeatertype-Brettern, die etwa 20 kg wogen, einige mit einem Kiel und sonst mit einem Mittelboard. Bald wurde dieser Brettertüpfel schnell durch Rennbretter ersetzt, die leicht zu steuern waren und den Einsatz von Fußschlaufen erforderten sowie einen anderen Steuerungsstil, der deutlich anspruchsvoller war. Gleichzeitig begannen eine Reihe anderer Brettertypen aufzutauchen, darunter lang gleitende Raceboards, verschiedene Arten von "Funboards" und zunehmend kurze "Sinker"-Bretter, die etwa 7 kg wogen. Darüber hinaus wurde bei der Herstellung dieser Bretter der Einsatz von Materialien wie Kohlenstoff und anderen Kevlar-Kompositen immer verbreiteter.

Heute werden fast alle Produktionsbretter von der Cobra Company in Thailand hergestellt, während einige andere Hersteller in Vietnam und Tunesien ansässig sind.

Rigg/Segel

Windsurfsegel bestehen aus Monofilm, einem Mylar-Produkt, sowie Dacron, das gewebt und mit Mylar beschichtet ist. Abhängig vom Preis des Segels können bestimmte hochbelastete Bereiche mit Kevlar verstärkt werden. Um den Vortrieb zu verbessern und auch einen stabilen Kraftschwerpunkt sicherzustellen, verfügen Segel über mehrere volle Taschen für Segelstreben. Sehr leistungsstarke Segel haben ein Merkmal namens Kamm, das es den Streben ermöglicht, nach unten gegen den Mast zu drücken. Dies verbessert die Stabilität des Kraftschwerpunkts und die Form des Segels, aber sie sind schwieriger zu manövrieren. Die Segelfläche kann zwischen 1,5 Quadratmetern und 12,5 Quadratmetern liegen und wird durch Gewicht, Fähigkeitsniveau und Windstärke bestimmt.

Gabel/Gabelbaum

Der „Gabelbaum“ ist die Stange, die der Windsurfer hält und auch das Segel spannt. Diese können ebenfalls aus Aluminium oder Kohlenstoff gefertigt sein und haben eine verstellbare Länge.

Der Mastfuß am Surfbrett ist über eine freibewegliche Verbindung - den Powerjoint - mit dem Rigg verbunden. Das Rigg setzt sich aus einem biegefähigen Mast (gegebenenfalls mit einer Mastverlängerung), einem Gabelbaum zum Halten und dem Segel zusammen. Während zuerst Mast und Gabelbaum noch recht umständlich nur durch Tampen verbunden waren, wurde zurückgehend auf eine Erfindung von Karl Robert Kranemann aus 1984 durch die Fa. Schütz Werke GmbH & Co. KG, Selters mit den Marken ART und Fanatic eine Schnellspannverbindung am Markt eingeführt. Kranemann erteilte weiterhin auch der Fa. Mistral eine Lizenz. Die Schnellspannverbindung hat sich im weiteren Verlauf durchgesetzt und ist heute Standard.

Mast

Der Mast besteht aus glasfaserverstärkten Kunststoffen und kann zur Gewichtsersparnis mit Kohlenstoff verstärkt sein. Die Kennzahl IMCS („Indexed Mast Check System“) des Mastes bezeichnet die Masthärte und -steifigkeit und muss auf die Vorgabe des Segelherstellers abgestimmt sein. Je niedriger der Wert ist, desto weicher ist der Mast. Je nach Segel werden meist Masten von 360 cm bis 580 cm Länge verwendet.

Im Vergleich zu Standard-Durchmesser-Masten (SDM), die seit Jahrzehnten existieren, sind seit etwa 2000 dünnere Versionen namens Reduced Diameter Mast (RDM) eingetroffen. RDM-Masten nutzen größere Wandstärken extremere Verjüngung), um ihre extreme Gewichtsreduktion zu erreichen. Ein SDM-Mast hat einen unteren Innendurchmesser von etwa 48,5 mm; während er bei RDM-Masten 33 mm beträgt. Für die gleiche Steifigkeit erfordert der kleinere Durchmesser dickere Wandabschnitte, was zu einem höheren Gewicht führt.

Beispiel:

  • RDM-Mast: 430 cm, 100 % Kohlenstoff, IMCS 21, Gewicht: 1850 g
  • SDM-Mast: 430 cm, 100 % Kohlenstoff, IMCS 21, Gewicht: 1480 g

Der Hauptvorteil von RDM-Masten ist, dass die Aerodynamik des Segels verbessert wird. Darüber hinaus bevorzugen viele Windsurfer das bessere „Flexverhalten“, wenn es um Freestyle-Manöver geht.

Was ist die Schwierigkeit beim lernen?

Der Windsurf Sport ist nur in der Denkweise der Surfer so kompliziert, da sie das Körpergleichgewicht zum Segel und zu Wind ständig anpassen müssen. In den meisten Surfschulen kann Windsurfen in 10 bis 12 Stunden erlernt werden. Das ist mit dem speziellen Anfängermaterial möglich. Mistral und andere Firmen stellen spezielle Einsteigerbretter mit einem großen Kippstabilitätsband her und ermöglichen viel Fokus zur Segelsteuerung.

Für Anfänger im windsurfen ist ein Brett mit Schwert empfehlenswerter als ein Brett mit nur einer Finne. Schwertbretter verleihen mehr Kippstabilität und weisen ein geringeres Abtreiben (vom Wind abgewandte Seite) auf. Bretter mit nur einer Finne werden meist beim Gleiten verwendet, da das Schwert beim Gleiten stört und die Gleitschnelligkeit verringert. Windsurfer mit mehr Erfahrung entscheiden sich meist für ein kleineres Surfbrett mit weniger Auftrieb. Solche Bretter haben eine höhere Wendigkeit (Drehfreudigkeit). Dabei kann der Auftrieb (bei einer Skipperlast) sogar geringer als das Gewicht des Sportlers sein. Der Sportler muss dann mit seinem Körpergewicht das Brett während des Fahrens an die Wasseroberfläche heben, sodass das Brett auf die Wasseroberfläche gleitet. Solche Bretter werden als Sinker bezeichnet. Verständlicherweise ist das Aufholen des Segels durch die Startschot (Aufholleine) bei Sinkern nicht mehr möglich. Daher muss man auf kleinen Sinkern den Wasserstart beherrschen (siehe Kapitel Starttechnik).

Wie erlernt man die Fahrtechnik?

In wenigen Tagen erlernen die meisten Windsurfer die grundlegenden Techniken des windsurfen, sodass sie das Segel bei leichtem Wind und bei ruhigen Gewässern problemlos steuern können. Der Einsatz von Trapez und Fußschlaufen wird meist erst in den Fortgeschrittenenkursen unterrichtet und erfordert entsprechend mehr Zeit. Höchstens ist die Könnensstufe mit dem Beherrschen des Kurzbrettes zu erreichen.

Wie ändert man die Richtung?

Um beim windsurfen Fahrtrichtung zu beeinflussen, wird das Segel nach vorne oder hinten geneigt. Beim nach vorne Neigen (Abfallen) dreht sich der Bug vom Wind weg, beim nach hinten Neigen (Anluven) des Segels dreht der Bug in den Wind.

Ist das Segel neutral (also in keiner der beiden Positionen nach vorne oder nach hinten geneigt), dann befindet sich der Druckpunkt des Segels oberhalb des Druckpunktes des Schwertes, wie es Einsteiger-Boards aufweisen. Neigt man das Segel dann nach vorne (also abfällt), wird der Druckpunkt (Windkraft) des Segels vor den Druckpunkt des Schwertes (Wasserwiderstand) verschoben und die Windkraft bewirkt eine Drehung des Surfbrettes vom Wind weg. Bei einer Neigung des Segels nach hinten wird der Druckpunkt des Segels hinter den Druckpunkt des Schwertes verschoben und das Surfbrett dreht dann gegen den Wind. Der Mast ist an einer Stelle mit einem Gelenk (dem sogenannten Powerjoint) auf dem Brett befestigt. Dadurch kann der Mast sozusagen geknickt werden und das ist eine der größten Möglichkeiten, die das Surfbrett im Vergleich zu einem normalen Segelboot hat. Im Gegensatz dazu hat das normale Segelboot ein Ruder zur Steuerung.

Bei hohen Geschwindigkeiten, wenn das Brett gleitet, wird die Richtung fast ausschließlich durch das Kippen des Boards mit den Füßen kontrolliert. Durch das tiefere Eintauchen der gewichteten Brettseite erhöht sich der Strömungswiderstand auf dieser Seite (im Vergleich zur anderen Seite, was bedeutet, dass der Widerstand verringert wird), und aufgrund dieses Bremseneffekts dreht sich das Surfbrett in die gewünschte Richtung. Dies ermöglicht spektakuläre Manöver, insbesondere in der Welle, wie den Cut Back.

Was sind Gabelbaum, Trapez und Fußschlaufen und wozu werden sie benötigt?

Durch ein Trapez (Surfen) können Surfer die Belastung der Arme beim Festhalten am Segel am Gabelbaum reduzieren. Ein Trapez ist ein Hüftgurt oder eine Sitzhalterung, die vorne einen Metallhaken hat. Dieser Trapezhaken ist unten offen und wird in ein kurzes Seil (Trapeztampen) eingehängt, das am Gabelbaum ist und den größten Teil der Zugkraft des Windes hat. Um den Trapeztampen aus dem Haken zu lösen, wird der Gabelbaum kurz zum Körper gezogen, sodass der Tampen aus dem Haken heraus springt. Bei richtigem Trimm werden die Hände am Gabelbaum nur für Korrekturen und im Manöver beansprucht. Damit der Surfer einen festen Stand hat, gibt es am Heck des Brettes 3 bis 6 in die Breite verschraubte Fußschlaufen aus weichem Material, in die die Füße bis zum Rist gesteckt werden.

So ist der Surfer mit den Händen, der Hüfte und den Füßen mit dem Sportgerät verbunden und kann eine stabile, relativ kraftschonende Haltung einnehmen.

Wie funktioniert die Starttechnik?

Der Anfänger lernt dann den Schotstart, den ersten Schritt zum Windsurfen. Hier befindet sich das Segel auf der Lee-Seite, und das Brett (wo der Wind das Segel nach vorne drücken wird) ist auf der Wind-Seite und steht in einem etwa 90-Grad-Winkel zum Wind, sodass das Segel (das der Anfänger wahrscheinlich schwer kontrollieren kann) nach unten zeigt. Während der Anfänger auf dem Brett ist, versucht er immer noch, das Segel nach unten zu bringen. Die meisten Anfänger finden es immer noch schwer, den Wind dazu zu bringen, das Brett nach vorne zu schieben, und gleichzeitig das Segel (was viele Anfänger schwer finden) zu entdrehen, um das Segel von hinten im Wind zu lassen. Das Entscheidende, um die Unterseite des Segels dorthin zu bringen, wo der Wind es nicht ziehen sollte, ist, das Segel zu wählen und das Brett im Wind zu den starken Füßen des Schülers zu ziehen, und dann wird er feststellen, dass es windtechnisch schwer ist, das Segel zu kontrollieren.

Die meisten Techniken des windsurfen werden dann als Strandstart gelehrt. Hier ist die ideale Brettposition, um wieder mit der Lee-Seite herauszukommen. Die Unterseite des Bretts beginnt dann auf Kniehöhe, um mit dem Wind zu gehen, und dort muss das Brett sein. Hier arbeitet man auch mit dem Wind, während man ihn ziehen lässt und dann das Segel zurückzieht, um sich auf das Brett zu bekommen. Je tiefer das Wasser, desto mehr Wind ist nötig, um dich hochzubekommen.

Der Wasserstart ist die am weitesten fortgeschrittene Startmethode des windsurfen und auch die einzige, die man bei Sinkern lernen kann. In der Regel ist hier auch deutlich mehr Wind nötig als für die anderen Startmethoden, allerdings können Wasserstarter sogar bei gerade so Rigg Wind Startbedingungen Wasser starten und das Rigg durch das Wasser ziehen. Bei einem Wasserstart muss das Brett und das Segel schwimmend ausgerichtet werden. Ist die richtige Position erreicht, gelingt das Windfangen durch Andrehen des Rigs. Dann stellt man zuerst den hinteren Fuß aufs Brett, dann muss man sein Körpergewicht so weit wie möglich auf den Mastfuß verlagern, und schließlich lässt man sich vom Segel aus dem Wasser ziehen. Im Fall von wenig Wind wird das Rigg so aufgestellt, dann stellt der Surfer sich sogar in der Art eines Klimmzugs weit über das Rigg und im Fall von mehr Wind wird dazu auch das Gewicht vom Mastfuß durch die Verlagerung des Körpergewichts eher dann weg vom Mastfuß gefordert.

Um die Fahrt zu beschleunigen, wird der Trapezhaken eingehängt, dann der vordere Fuß und dann der hintere Fuß in die Schlaufen.

Es kann hilfreich sein, beim Starten aus dem Wasser das Segel und den Gabelbaum über die Rückseite des Brettes zu legen, da dies das Anheben des Brettes aus dem Wasser und das Ausrichten in den Wind erleichtert. Allerdings kann bei modernen Brettern die Position der Fußschlaufen so weit hinten sein, dass der Gabelbaum nur ins Wasser und die Rückseite des Brettes mit dem Arm gelegt werden kann.

Benötigt man auch Manöver?

Die ersten Manöver, die man beim windsurfen lernen sollte, sind der Tack und die Halse, und die meisten Windsurfer sind vollkommen zufrieden, dort aufzuhören. Es braucht viel Übung und ein gewisses Maß an Talent, um die Windsurf-Manöver der Freestyler und Profis zu erlernen.

Diese Manöver sind wie folgt kategorisiert:

  • Die Grundlagen, die grundlegenden Schritte, die erforderlich sind, um loszulegen und die Richtung zu ändern.
  • Old School, Freestyle-Manöver, die bis zu den frühen 90er Jahren entwickelt wurden, einschließlich spektakulärer Loopings und Sprungtricks.
  • New School – die akrobatischeren Freestyle-Manöver, bei denen die Personen und/oder das Equipment sehr nah am Wasser rotiert werden.
  • Viele Manöver sind auch nur möglich, wenn Wellen vorhanden sind – z.B. der Cut Back, Double Front Loop oder der Einhand-Tabletop vom Lip.

Welchen Trimm für Manöver?

  1. Um die einzelnen Komponenten des Sportgerätes optimal zu nutzen, hat der Trimm eine besondere Bedeutung. Dazu gibt es im Wesentlichen folgende Einstellmöglichkeiten:
  2. Die Position der Fußschlaufen wird an die Körpergröße und das Gewicht des Sportlers angepasst. Bei den Racern sitzen diese jedoch weiter hinten und außerhalb als bei den Freestylern.
  3. Die Form und Anordnung der Finne hat Einfluss auf die Drehfreudigkeit und die maximale Geschwindigkeit.
  4. Die Position des Mastfußes wird in der Mastspur ca. in der Mitte des Surfbrettes verstellt. Je größer das Segel, desto weiter vorm Mastfuß muss dieser justiert werden, um ein Anluven zu verhindern.
  5. Am Schothorn wird mit Hilfe eines Tampens das Segel so stark angezogen, dass die Segellatten ihre vorgesehene Position vom Hersteller zum Mast einnehmen. An dieser Stelle wird meist ein Kompromiss zwischen zu bauchig und stark angezogen und zu flach und stabil gemacht.
  6. Das Vorliek wird mit Tampen zum Mastfuß und biegt den Mast so weit, wie der Hersteller des Segels es vorgesehen hat. Dabei soll der obere, hintere Teil des Segels in Falten liegen, damit das Segel die Windböen schlucken kann. Das wird als loose leech bezeichnet, was zu Deutsch so viel wie »loses Segeltopp« bedeutet.
  7. Die Segellatten haben schließlich einen entscheidenden Einfluss auf das Tragflächenprofil des Segels und damit auf die Stabilität und den Vortrieb.
  8. Die Position der Trapeztampen am Gabelbaum und die Position des Gabelbaumes am Mast bestimmen den Hebel, mit dem das Körpergewicht des Sportlers dem Winddruck entgegenwirkt.

Was sind die klassische Fehler?

Der Begriff spin out beschreibt beim windsurfen ein Phänomen, bei dem der Wasserstrom an der Finne abreißt und Luftbläschenverwirbelungen erzeugen, die die richtungsstabilisierende Funktion der Finne aufheben. Dies hat für den Sportler die Konsequenz, dass das Brett beim Gleiten zumindest abrupt seitwärts wegrutscht. In der Folge wird das Surfbrett unsteuerbar, was oft zu einem Sturz führt. Die Ursache ist ein zu hoher Druck auf die Seitenfläche der Finne. Als Gegenmaßnahme kann eine größere Finne eingesetzt, der Mastfuß nach vorne versetzt oder die Fahrtechnik / der Kurs zum Wind verändert werden. Bei einem „spin out“ braucht man nicht verzweifeln. Mit Geschick kann man das Brett wieder auf Kurs bringen, indem man das Heck mit dem Fuß in der hinteren Fußschlaufe abrupt zu sich heranzieht und das Gewicht zum Mastfuß hin verlagert, was zum nachfolgenden Fehler führen könnte.

Bei Starkwind kann man ins Schleudern geraten, wenn man zu nah am Mastfuß steht und durch eine plötzliche Böe mit dem Rigg über das Surfbrett geschleudert wird. Wenn das Slalom-Board zu einem geschleudert wird, kann es zu einem Schleudersturz kommen und man kann aus den Fußschlaufen gedrückt werden. Von dem Trapez kann man sich jedoch nicht mehr losmachen. Um zu vermeiden, dass man den Kopf verletzt, wenn man auf den Gabelbaum, Mast oder das Board schlägt, lässt man den Gabelbaum beim Schleudersturz auf keinen Fall los und hält die Arme dabei gestreckt. Besonders Anfänger Windsurfer machen diesen Fehler, mit einem hohen fortgeschrittenen Leistungsstand ist man einem Schleudersturz nur mehr als Folge eines misslungenen Manövers ausgesetzt.

Bei den Binnengewässern und der BinSchStrO gelten Windsurfer als „Kleinfahrzeug unter Segeln“. Windsurfer sind damit auf der gleichen Ebene wie Segelboote.

An den Binnengewässern und an der SeeSchStrO sind die Surfgeräte dem übrigen Verkehr auszuweichen. Für die Surfgeräte untereinander gilt die Regel „rechter Hand vor linker Hand“.

Im Vergleich zu anderen Wind- und Kitesurfern, gelten die Ausweichregeln bei Segelbooten wie folgt:

Im Falle, dass sie auf die Surfer zukommen: Er muss die Kursänderung machen, wenn er das Schot (Gabelbaumende) an Backbord hat. Währenddessen, wenn er das Schot an Steuerbord hat, muss er ausweichen. Wenn man also mit der rechten Hand näher beim Mast ist, muss man Kurs halten und mit der linken, dann muss man ausweichen. Bei Kitern ist das Schot die Drachenposition relativ zum Brett. Merksatz: Backbord-Schot vor Steuerbord-Schot. Oder Steuerbord weicht Backbord.

Wenn Surfer gegeneinander auf Kollisionskurs fahren und das in enge spitze Winkel: der Lee Surfer hat Kurshaltepflicht und der Luv Surfer hat Ausweichpflicht. Lee muss den Luv Surfer im Rücken haben. Merksatz: Lee vor Luv.

Beim Überholen gilt, wenn möglich, die Luv-Seite. Der Überholte muss die Möglichkeit haben, abzufallen (z. B. bei einer Halse). Merksatz: Vorbei in Luv.

Welche Wettkämpfe gibt es?

Offizielle Wettkämpfe finden beim windsurfen nur über einer bestimmten Windgeschwindigkeit (z.B. 10 Knoten) statt. Die Windgrenze für jeden Wettkampf wird entschieden, basierend darauf, ob die Kurse mit der erlaubten Ausrüstung sinnvoll befahren werden können. Für einen Slalom 42 muss beispielsweise der Wind stark genug sein, damit die Boards den Gleitzustand erreichen und in der Lage sind, eine Loop-Tack auszuführen.

Bei Freestyle-Wettbewerben (Vielfalt, Originalität und Ausführung der künstlerischen Elemente wie Loops, Spins und Sprünge) und Waveriding-Wettbewerben (Springen über die Wellen und Wellenreiten) gibt es Richter. In der olympischen Klasse, der Formelklasse, beim Kursrennen und Slalom 42 gibt es viele Teilnehmer, die einen einzelnen Kurs absolvieren. Indoor bezieht sich auf Arena-Wettbewerbe und Long Distance bezieht sich auf Langstreckenrennen.

Gibt es auch Wettkämpfe bei Olympia?

Männer Windsurfen wurde 1984 in Los Angeles ein olympisches Ereignis, und Frauen Windsurfen wurde 1992 in Barcelona ein olympisches Ereignis.

Die Folgesurfer-Klasse / Olympic Windsurfen ist eine Ausstattungs-Klasse. An den Olympischen Spielen 1984 durfte der deutsche Windglider, der als Surfbrett-Typ der IYRU (International Yacht Racing Union) „Nationaler Windsurfertyp“ und damit der meistgefahrene Surfbrett-Wettkampf-Windsurfer, der 1984 bis 1998 die ersten drei goldenen Medaillen des Olympischen Windsurfens gewann, mit den Mistral One Design-Boards (1996, 2000, 2004) an den gesperrten Mistral One Design Hingebungs-Windsurf-Regatten teilnehmen. An der Jahresversammlung der ISAF 2005 bekam der Vorschlag von Neilpryde „RS:X“ als neues Wettkampf-Olympia-Board für die Olympischen Spiele 2008 in Peking. Wichtige RS:X-Regatten, die für den Deutschen Windsurf Verband (DWSV) von nationaler und internationaler Bedeutung sind, werden auf der Webseite DWSV veröffentlicht.

Im Mai 2012 entschied die ISAF nach den Olympischen Spielen 2012, Kitesurfen anstelle von Windsurfen einzuführen. Dieser Beschluss wurde 6 Monate später rückgängig gemacht.

Das IQFoil wird bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris eingesetzt.

Welt- und Europameisterschaften

Jahr für Jahr werden die Windsurf-Weltcups von der PWA (Professional Windsurfers Association) in den Disziplinen Wave, Freestyle und Slalom 42 ausgetragen. Andere Verbände küren Weltmeister in den Disziplinen Speed, Racing und in der Formelklasse.

Außerdem werden Europameisterschaften im Freestyle von der EFPT (European Freestyle Pro Tour) durchgeführt.

Im deutschsprachigen Raum finden die Wettbewerbe in Sylt und Podersdorf statt. Der Windsurf-Weltcup Sylt ist die größte Veranstaltung dieser Art weltweit.

Welche Trends gibt es?

Speed-windsurfen ist die Formel 1 der windbetriebenen Wasserfahrzeuge. Bei hohen Windgeschwindigkeiten muss eine Strecke von 250 oder 500 Metern so schnell wie möglich absolviert werden. Ein bekannter Wettkampf  für Speed-windsurfen ist die Dunkerbeck GPS Speed Challenge, die für alle Altersgruppen offen ist und eine dezentrale Teilnahme mit zertifizierten GPS-Datenloggern ermöglicht.

Beim Windfoilen wird die klassische Finne durch ein Foil ersetzt. Das Foil ist ein untergetauchtes Flügel, das an einer Daggerboard-ähnlichen Verlängerung montiert ist. Das Board wird bei einer bestimmten Geschwindigkeit aus dem Wasser gehoben, und aufgrund des stark reduzierten Wasserwiderstands gleitet es schneller als ein normales Windsurf-Board. Diese (Renn-)Disziplin kann sogar bei schwachen Windbedingungen, beginnend bei zwei oder drei Windstärken, ausgetragen werden. In dieser Rennsportdisziplin gibt es keine Vor- oder Qualifikationsrunden. An einem Tag können maximal 4 Rennen und insgesamt 15 Rennen bei einem Weltcup ausgetragen werden. 2016 wurde das erste Preisgeld von 7500 € für einen Weltcup auf Sylt vergeben. Die ersten dokumentierten Versuche mit selbstgebauten Foils in Deutschland stammen aus dem Jahr 1977, als Werner Kosellek die ersten selbstgebauten Foils in Kiel konstruierte.

Die Red Bull Storm Chase (RBSC) ist der weltweit einzige Wettkampf, bei dem Stürme geritten werden, beginnend im Januar und endend im März, bei Windgeschwindigkeiten über 10 und Wellenhöhen von mindestens 4 Metern.

Wie im Disziplin Wave, Wave Jumps und Wave Rides werden ebenfalls bewertet. Die vier Finalisten des RBSC letzten Jahres haben somit eine Einladung und vier andere müssen sich online bewerben. Die Fahrer haben eine Vorwarnzeit von 120 Stunden. 60 Stunden vor dem Event können die Teilnehmer ihre Reise zum Event-Ort antreten.

Welche berühmte Athleten gibt es?

Zu den Legenden im windsurfen gehören der US-Amerikanische Robby Naish, der niederländisch-dänischen 42-fachen Weltmeister Bjørn Dunkerbeck und die spanischen Moreno Twins. Sie haben sehr viel mit ihren Siegen die Entwicklung des Sportmaterials und den Sport selbst vorangetrieben. Die Rekordhalterin für die größte Welle die eine Frau geritten hat, ist die Frau aus Neuseeland Sarah Hauser. Der 1990er Jahre mehrfache Deutsche Meister Bernd Flessner und die Ex-Weltmeisterin Jutta Müller gehörten zu den bekanntesten deutschen Fahrern. Klaas Voget, der aus Deutschland ist ein Waverider, und Steffi Wahl, die sich im letzten 10 Jahren im Weltcup von sich großen gingen. Mit 5 Weltmeistertiteln gehört Philip Köster zu den Windsurfern im Welle, die ihre Sportart sehr fest etabliert haben.

Der Artikel zum Thema windsurfen wird in Zukunft noch erweitert und ergänzt.